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Dirnen, die man Nachts in Paris auffängt, vorläu⸗ fig einſperrt.“
Roſa⸗Maria ſtößt einen Schrei des Schreckens aus; Herr Richard benützt dieſen Augenblick, wo das junge Mädchen zittert, um ihren Arm in den ſeinen zu legen und ſagt:„Beruhigen Sie ſich! zittern Sie
nicht ſo; bei mir laufen Sie keine Gefahr ich
will Sie zu meiner.. Tante führen. Das iſt eine achtungswerthe Frau, die ſich ein Vergnügen daraus machen wird, Sie wie ihre Tochter zu behandeln.“
Roſa erhebt flehend die Augen zu dem jungen Mann und ſtammelt:„Sie werden mich nicht täu⸗ ſchen, mein Herr, das Vertrauen eines armen jun⸗ gen Mädchens, das ſeine Familie nicht finden kann, und jetzt ſo ſehr bereut, nach Paris gekommen zu ſein, nicht mißbrauchen wollen. Ich lüge Sie nicht an, mein Herr, das wiſſen Sie. aber Sie?...
„Ich Sie anlügen? Mein Gott, wie mißtrauiſch ſind Sie!.. Kommen Sie, ftützen Sie ſich doch auf mich, Fräulein... Ach, entſchuldigen Sie, ich weiß Ihren Namen nicht.“
„Roſa⸗Maria, mein Herr.“
„Nun, Fräulein Roſa.. Roſa⸗Flora.. er Name iſt ganz für Sie geſchaffen.. führen Sie mich doch am Arme.“
Die Jungfrau weiß nicht mehr, was ſie thun ſoll, denn wenn ſie an das denkt, was der Herr, welcher ihr ſeine Unterſtützung anbietet, zu ihr ge⸗ ſagt hat, fürchtet ſie ſich, ſich ihm anzuvertrauen; aber ſie iſt vor Mattigkeit erſchöpft, ſie läßt ſich alſo


