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Schurke! Kann es wirklich ſolche Schufte geben... als ich eine rechtſchaffene Frau bin?“
„Roſa iſt in Verzweiflung, zum Glück gewahrt
ſie ein blechernes Sprachrohr, welches auf dem Ofen liegt, ſie nimmt es eilig, legt es an das Ohr der Portiére und wiederholt ihre Frage.
Die Alte thut ihre Brille herunter, betrachtet das junge Mädchen und antwortet:„Nach Herrn Gogo Herrn Euſtachius Gogo fragen Sie, mein Kind? .. Entſchuldigen Sie, der Roman fährt mir noch im Kopfe herum; habe ich doch vergangene Nacht meinen Nachttopf in's Bett geſchüttet, weil ich ihn für den ſchuftigen Roger hielt und glaubte, er wolle mich ſchänden.“
„Wie viel Stiegen muß ich hinauf zu meinem Onkel, Madame?“
„Zu Ihrem Onkel.. ach! der Herr Gogo iſt alſo Ihr Onkel?.. ich kenne ihn nicht, meine Liebe.. Gogo, das iſt ein komiſcher Name! Wenn ein Gogo im Hauſe wohnte, hätte ich mich ſeiner gewiß erin⸗ nert, aber wir haben keinen Miethsmann, der ſo heißt.“
Roſa⸗Maria bleibt wie vernichtet ſtehen, als ſie dieſe letzte ſie aufrecht haltende Hoffnung ſchwinden ſieht, ſie begreift das Schreckliche ihrer Lage. Sie
blickt die Portiere mit thränenden Augen an, aber die Alte hat bereits ihre Brille wieder aufgeſetzt und murmelt, während ſie nach ihrem Buche langt:„Ich muß weiter leſen.. ich kann Victor nicht mit ſeiner Clementine im Freien laſſen!... Soll ich Ihnen ein paar Seiten vorleſen, mein Kind?“


