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andern Onkel fände, dann wäre ich vergeblich mit⸗ gelaufen, und die Kleine läßt mich gehörig traben... Ich habe noch nicht zu Mittag gegeſſen... ich ſterbe faſt vor Hunger... aber einerlei, ich laſſe mich nicht vertreiben, ich muß wiſſen, wo ſie hingeht, erfahren, was der Oheim treibt; es iſt ohne Zweifel ein Krä⸗ mer... dann gehe ich alle Tage hin und handle mit ihm oder kaufe Etwas bei ihm.“
Der Tag fing an ſich zu neigen und das junge Mädchen konnte nicht mehr ſo ſchnell gehen, denn ſie war todtmüde. Erſt jetzt fällt es ihr ein, daß ſie all ihr Geld hergeſchenkt und Nichts für ſich behalten hat; aber ſie bereut es nicht, mitleidig geweſen zu ſein, und tröſtet ſich, ihre Kräfte zuſammennehmend⸗ mit dem Gedanken:„Gott wird meinen Muth ſtär⸗ ten, er kann mich nicht für meinen guten Willen ſtra⸗ fen wollen.“
„Am Ende läßt mich die Kleine wieder die gan⸗ zen Boulevards ausmeſſen,“ ſpricht Richard bei ſich⸗ während er Roſa⸗Maria folgt.„Das Mädchen hat die Schnelligkeit eines Hirſches... wenn ich nicht be⸗ fürchtete, ſie aus den Augen zu verlieren, hätte ich mir ſchon längſt bei einem Paſtetenbäcker etwas Ku⸗ chen gekauft.. Ach, dem Himmel ſei Dank, ſie verläßt den Boulevard, hoffentlich ſind wir bald am Ziele.“
In der That wendet ſich Roſa, welche ſich den ihr angegebenen Namen genau gemerkt hat, ſeitwärts und mündet in die Tempelſtraße ein; die erſte links iſt dann die Vendomeſtraße und ſie findet die Nr. 14 pald. Hier wendet ſie ſich wieder an den Portier,
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