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lange gehen kann, ehe man einem Bekannten be⸗ gegnet.
Herr Richard hat das junge Mädchen ein Papier aus der Taſche ziehen, Etwas leſen und dann einen Kutſcher fragen ſehen; er hat gleich errathen, daß ſie ſich nach einer Adreſſe erkundige; wenn er näher bei ihr geweſen wäre, hätte er eilig ſeine Dienſte angeboten; aber es war zu ſpät. Nachdem die junge Reiſende ſich bei dem Kutſcher bedankt hat, tritt ſie ihren Weg an. Herr Richard folgt ihr mit dem Gedanken:„Ich will warten bis ſich eine Ge⸗ legenheit darbietet, ſie anzureden; dieſe kann nicht fehlen.“
Noſa⸗Maria geht über die Außterlitzer Brücke, dann über die Boulevards längs des Kanals hin; von Zeit zu Zeit ſieht ſie ſich neugierig um, aber es iſt ihr noch Nichts aufgefallen, was ihre Aufmerk⸗ ſamkeit erregt hätte. Der Boulevard Bourdon ift wenig beſucht: auf der einen Seite ſind die Korn⸗ häuſer, das alte Quartier des Arſenals, die alte Bibliothek; und auf der andern Seite ein großer Waſſergraben, das iſt Alles was dieſer Spaziergang dem Anblick gewährt, deßhalb ſieht man auch ohne Zweifel wenig Leute dort. Und das ſchöne Mädchen von Avon, welches Paris nach dem beurtheilte, was ſie von demſelben gewahrt, ſpricht unterwegs vor ſich hin:„Das iſt aber nicht ſchön ich begegne wenig Leuten es ſind, wie es ſcheint, faſt keine Läden da, und man hat mir geſagt, Paris ſei ſo heiter, ſo lärmiſch, ſo bevölkert!... ich finde das


