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Roſa⸗Maria ſteht in dem großen Hofe am Ufer des Waſſers ſtill; ſie zieht das Papier aus der Taſche, auf welches ſie die Adreſſen von ihres Vaters beiden Brüdern aufgeſchrieben hat. Nicolaus Gogo wohnt in der St. Lazarusſtraße. Dort muß ſie alſo zu⸗ erſt hingehen; ſie tritt auf einen Kutſcher zu und fragt ihn, welchen Weg ſie in die St. Lazarusſtraße einſchlagen ſolle.
„Gehen Sie über die Auſterlitzer Brücke dort, gerade auf den Boulevards fort, durch das St. Mar⸗ tin⸗ und das St. Denisthor die Montblaneſtraße entlang, dann werden Sie in die St. Lazarusſtraße einmünden;z es iſt aber ſehr weit, Mamſelle, und Sie würden beſſer daran thun, ſich in einem Wagen pinführen zu laſſen, beſonders wenn Sie in Paris nicht bekannt ſind.“
Aber das junge Mädchen iſt nicht müde und will den Weg lieber zu Fuß zurücklegen. Es iſt noch früh, ſie iſt um vier Uhr in Paris angekommen. Das Wetter iſt herrlich und es iſt ihr nicht unan⸗ genehm, die Stadt ein wenig zu betrachten, von der man ſo viel ſpricht und ſagt, es gebe ihres Gleichen nicht in der Welt.
Vielleicht herrſcht noch ein anderer Grund vor, der Roſa⸗Maria bewegt, zu Fuß zu gehen. Brauche ich ihn euch zu ſagen? Nein, ihr errathet was in dem Herzen der Jungfrau vorgeht, die noch nicht weiß, daß Paris eine ungeheure, äußerſt bevölkerte Stadt iſt, wo die Menge unaufhörlich hin und her rennt⸗ ſich drängt, bewegt und umtreibt, und man vft


