von ſeinem Onkel und ſeiner Tante verabſchiedet und folgt, nachdem er Roſa⸗Maria lächelnd ange⸗ blickt und ſeinem Freunde zum Zeichen des Einver⸗ ſtändniſſes zugewinkt hat, den Schritten des friſirten Herrn, welcher ſich, der reizenden Irma den Arm reichend, über die Außterlitzer Brücke entſernt, und dieſe wendet, während ſie ihren Rock etwas in die Höhe hebt, um ein ſchön gedrehtes Bein zu zeigen, oft ihren Kopf um, um ſich zu überzeugen, daß ihr Friedrich folgt, und wirft ihm dann Blicke zu, worin klar zu leſen iſt:„Wenn Sie nicht mir nachgehen und bei dem jungen Mädchen bleiben, welches mit uns auf der Eiſenbahn war, ſo werden Sie mich morgen vergeblich in der Cité Bergére erwarten!“
Hieraus erſehet ihr, daß die Damen mit ihren Augen noch ſchneller ſind als die Geſchwindſchreiber mit ihren Zeichen. So gewandt und erfahren die Letzteren auch ſein mögen, glaube ich doch nicht, daß ſie im Stande wären, der Sprache gewiſſer Augen in gewiſſen Momenten zu folgen.
Drittes Kapitel. Roſa⸗Maria in Paris.
Alle Reiſenden waren aus den Wagen, Diligen⸗ cen und Waggons ausgeſtiegen, außer dem alten Herrn mit dem runden Lederkiſſen, welcher ſich nicht leicht von einem Orte zum andern. bewegen konnte, und gußerdem auf ſeinen Bedienten wartete, der in


