Teil eines Werkes 
2. Th. (1845)
Entstehung
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58 wicht! Wahr iſt es, das junge Mädchen iſt ſehr ſchön welche Augen.. welche reizenden Augbrauen.. und die Umriſſe ihres Geſichtes ſind wund.

Ein kräftiger Stoß mit dem Ellbogen unterbrach Friedrich in der Schilderung von Roſa⸗Maria's Rei⸗ zen; er beißt ſich lächelnd in die Lippen und wendet ſeine Blicke anderswo hin.

Mit einem Mal beugt ſich der Mann im Merino⸗ hut gegen Roſa⸗Maria herüber und ruft ihr zu: „Mamſelle, ich meine, Sie ſitzen dort nicht gutz es ſind ſo viele dicke Perſonen auf Ihrer Bank. Neh⸗ men Sie meinen Platz hier in der Ecke, dann wer⸗ den Sie beſſer daran ſein; mir iſt es gleichgültig, wo ich ſitze. mir iſt es überall recht.“

Damit erhob ſich der Knopfmacher bereits, um den Platz zu wechſeln; aber die Jungfrau entgegnet ihm mit einem ſanften Lächeln:„Ich danke Ihnen, mein Herr, ich will Niemand ſtören; außerdem ſitze ich ganz gut.“

„Es ſtört mich aber nicht.. nehmen Sie doch meinen Platz. machen Sie keine Umſtände.“

„Sie ſind zu gütig, mein Herr, ich bin wirklich ganz zufrieden.. ich danke Ihnen.“

Der Knopfmacher läßt ſich wieder in ſeine Ecke nieder und ſagt:„Wie Sie wünſchen!... Ich habe Ihnen aber das Anerbieten mit dem beſten Willen gemacht; denn um höflich zu ſein, braucht man kein Nastuch in der Taſche zu haben!“

Dieſe Worte waren mit einem zornigen Blicke auf Richard vegleitet, der bloß darüber lachte und