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ſändige Miene vollends zu ihren Gunſten ein; denn eine ſolche Miene gefällt immer, und ſelbſt Diejeni⸗ gen, die ſie nicht mehr haben, können nicht umhin, ihr Gerechtigkeit widerfahren zu laſſen.
Der junge St. Godibert hat, obgleich er immer nur ſeitwärts ſchielt, doch mit einem Blick geſehen, welche reizende Nachbarin ihm der Zufall an die Seite gab, und während er dichter zu ſeinem Vater
rückt, ihr mehr Platz zu vergönnen, iſt es ihm von ihr gedrückt und berührt 30*
Herr Richard wirft glühende Blicke auf das junge Mädchen; er möchte es ohne Zweifel blenden, er be⸗ zweckt jedoch nur, daß es die Augen zu Boden ſchlägt.
Friedrich kann, obgleich er ſehr mit ſeiner Nach⸗ barin beſchäftigt iſt, ſeine Bewunderung für Roſa⸗ Maria nicht bergen und er blickt weit nicht mehr ſo oft links; der parfümirte Herr murmelt vor ſich hin: „Das iſt ein ſehr hübſches Frauenzimmer!“
Herr St. Godibert nickt übereinſtimmend mit dem Kopfe; ſelbſt der Herr ohne Strümpfe und ohne Nas⸗ tuch rollt, wenn er die Jungfrau anblickt, ſeine Au⸗ gen, als ob er ihnen Glanz verleihen wollte, und bemüht ſich, ſeinen kleinen Kragen auf ſeinen Schul⸗ tern in Ordnung zu bringen.
Was die Frauenzimmer betrifft, ſo ſehen ſie nicht gern eine Perſon ankommen, die ihnen die Palme der Schönheit ſtreitig machen oder entreißen kann. Die dicke Dame mit dem Beduinengeſichte hätte keine Anſprüche mehr machen ſollen, aber man urtheilt ſo


