Teil eines Werkes 
2. Th. (1845)
Entstehung
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Der alte Herr ſtöhnt und bewegi ſich auf ſeinen Luftkiſſen, als ob er ſich erheben wollte. Friedrich bemüht ſich, ſeine Nachbarin zu ermuthigen und ver⸗ gißt ſich ſo weit, daß er ſeinen Arm hintenher um ihre Taille ſchlingt; aber der Reiſegefährte dieſer Dame iſt zu ſehr vom Schrecken ergriffen, als daß er es bemerkte. Der Knopfmacher ſieht indeß zum Kutſchenſchlage hinaus, zieht dann den Kopf wieder zurück und ſagt:„Es hat Nichts zu bedeuten!.. es hatte ſich eine kleine Erdſchichte aufgehäuft, die man vorher zu bezeichnen vergaß. jetzt iſt aber der Weg gereinigt und wir fahren wieder ſo gut als je vorher weiter.“

In der That ſetzte der Zug nach wenigen Minu⸗ ten ſeinen Weg wieder fort; dann kehrte die Heiter⸗ keit wieder auf die Geſichter zurück.

„Einerlei,“ ſagt Herr St. Godibert,„wenn das in einem Tonnelle... Turnell... kurz, in einem un⸗ terirdiſchen Gange vorgefallen wäre, ſo würde

es ſehr ſchrecklich und vielleicht höchſt gefährlich ge⸗

weſen ſein.“

„Es bleibt dabei, ich gehe nicht nach Rouen,“ ruft Madame St. Godibert aus.

„Aber, Tante, es kann Nichts geſchehen und Sie werden leicht einſehen, daß in einem Tunnel auch keine Anhäufungen von Erdſchichten zu befürchten ſind, da rings herum Alles gemauert iſt.“

„Das iſt mir gleich, mein Reffe, ich gehe nicht bälder nach Rouen, als bis die Tunnels unter freiem Himmel ſind.“