Teil eines Werkes 
2. Th. (1845)
Entstehung
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Marmodin und Herr Roguet von der Parihie ſein ſollten, und offen geſtanden, das munterte mich nicht recht zur Theilnahme auf... o, wenn nur Madame Marmodin dabei geweſen wäre, dann hätte ich mir es gefallen laſſen; ſie iſt liebenswürdig, unterhal⸗ tend, ſogar ſehr heiter; aber ihr Mann! ach. großer Gott! der iſt wahrhaft unaushaltbar mit ſeiner Manie, von den Römern zu erzählen... ihre Fuß⸗ bekleidung, ihren Mantel und ihre Tunika zu ſchil⸗ dern. Ich bitte Sie, was liegt mir daran, ob die Patrizier andere Schuhe hatten als die Plebejer!. Ich bin durchaus kein Liebhaber des Alterthümlichen ich betrachte tauſend Mal lieber ein nettes Häub⸗ chen oder ein reizendes Capothütchen auf dem Kopfe eines hübſchen Frauenzimmers, als daß ich mich um die Moden der früheren Zeiten bekümmere.“

„Und außerdem,“ verſetzte Herr Richard, Fried⸗ rich am Ellbogen ſtoßend, und auf den rechts ſitzen⸗ den Koſakenkopf deutend,„haben wir in gegenwär⸗ tiger Zeit auch ſehr intereſſante Kopfbedeckungen!“

Der große junge Mann, der bisher ausſchließlich mit ſeiner Nachbarin beſchäftigt geweſen, haite den Herrn mit dem einzigen Stege nicht beachtet, als er aber den Merinohut mit den Falten in's Auge faßte und das darunter befindliche Geſicht ſah, prach er in ein lange anhaltendes ſchallendes Gelächter aus, von dem auch Herr Richard und ſeine Nachba⸗ rin angeſteckt wurden; der Begleiter der hübſchen Brünette glaubt ebenfalls lachen zu müſſen, obgleich er nicht weiß warum.