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Herr St. Godibert, der ſich gerade ſchneuzte und ſeiner Frau noch nicht geantwortet hatte, ver⸗ ſetzte nun mit wichtiger Miene:„Ich habe nie die mindeſte Furcht vor den Eiſenbahnen gehabt, meine Vorzügliche; aber ich wollte Ihnen nicht zuwider ſein und Sie nicht veranlaſſen, aus Gefälligkeit für mich zu thun, was Ihnen unangenehm geweſen wäre.“
„So viel ich weiß, iſt das nicht meine Gewohn⸗ heit.. Warum wollten Sie durchaus nach Orleans, als ich Rouen zu ſehen wünſchte?“
„Wegen der Tonnelles, meine Vortreffliche.“
„Tunnels, ſagt man, Onkel!“ ruft der große junge Mann lachend aus, indem er der hübſchen Brü⸗ nette, ſeiner Nachbarin, einen Blick zuwirft, welche ihn alsbald mit einem ſehr ermuthigenden Lächeln erwiedert.
„Tunnels alſo!.. ich wußte wohl, daß ich mich falſch ausdrückte. jedenfalls ſind es unterir⸗ diſche Gänge.. Du kannft ſie nicht leiden, Angelika; Du haſſeſt die Dunkelheit, da Du ſogar zum Schla⸗ fen Licht brennſt.“
„Das iſt richtig, ich geſtehe, unter dem Boden zu reiſen, ſcheint mir ſehr gewagt, da ich aber einmal entſchloſſen war.
„Wozu ſollteſt Du unangenehme Empfindungen in Dir erregen! Ich habe Dich zuerſt nach Orleans geführt, weil da keine langen unterirdiſchen Gänge zu paſſiren ſind; wir gehen ſpäter nach Rouen.“
„Sie fürchten ſich ſicher alle Beide,“ flüſterte der blatternarbige junge Mann ſeinem Nachbar in's
Paul de Kock. LXRXv. 3


