Teil eines Werkes 
2. Th. (1845)
Entstehung
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„ erwecken; die Männer ſind immer weit verliebter, wenn es ſie Schwierigkeiten koſtet, als wenn ſich ihnen der Sieg ſo leicht darbietet.

Tief in's Geſicht gehende Hüte werden immer von Frauenzimmern getragen werden, welche ihre

. Intereſſen verſtehen. Wollet ihr einen Beweis davon haben, ſo gehet einmal mit mehreren Damen an einen öffentlichen Ort, wovon eine einzige einen Hut auf hat, der es kaum geſtattet, ihre Züge zu be⸗ trachten, während die andern eine Kopfbedeckung auf haben, welche ihr hübſches Geſicht nicht verbirgt, ſo werdet ihr ſehen, daß die Männer der Schönheit, die ſich offen zeigt, weit weniger Aufmerkſamkeit wid⸗ men als der Dame, welche die Blicke zu meiden ſcheint, und auf dieſe werden unaufhörlich ihre Au⸗ gen und ihre Lorgnetten gerichtet ſein.

Der wohlriechende Herr mußte nicht der Gatte des hübſchen Frauenzimmers ſein, das ſah man an der Art, wie er mit ihr ſprach und der Aengſtlich⸗ keit, womit er befürchtete, Etwas an ihr zu zerknit⸗ tern oder ſie an den Hut zu ſtoßen.

Die Dame ihrerſeits ſchien, während ſie ſich mit

* ihrem Reiſegefährten unterhielt, weit mehr damit be⸗

ſchäftigt, zu kokettiren und beſonders die ſehr aus⸗

drucksvollen Liebesblicke ihres Nachbars zur Rechten zu erwiedern.

Dieſer Nachbar war ein höchſt eleganter, ziemlich hübſcher junger Mann, der beſonders jene völlig leichtſinnige Miene beſaß, die oft zur Verführung eines Frauenzimmers hinreicht. Er hatte eine etwas