28 bieß die große Frau ihren Mann beinahe immer Herr St. Godibert.
Neben dieſem Herrn ſitzt ein etwa zwanzigjähri⸗ ger Jüngling, der wie alle jungen Leute von Paris, die ſich gut anzuziehen wiſſen und Vermögen haben, gekleidet iſt. Er iſt nicht hübſch, obwohl in ſeinen Zü⸗ gen nichts Unangenehmes liegt; allein ſeine Adler⸗ naſe, ſein eingekniffener Mund, ſeine blaßblauen Augen und ſeine hellbraunen Haare, die jedes ein⸗ zeln betrachtet, tadellos ſind, machen ein nichtsſagen⸗ des Ganzes aus, dem jeder Reiz abgeht; endlich fehlt es dem jungen Mann an einer freien, offenen Miene und ſeine einſchmeichelnden Augen blicken im⸗ mer ſeitwärts; vielleicht muß man das Zurückhal⸗ tende ſeines Weſens der Schüchternheit zuſchreiben, die er ſtets in Gegenwart ſeines Vaters, Herrn St. Godiberts, und beſonders ſeiner Mutter empfindet⸗ welche viel Unterwürfigkeit und Reſpekt von ihrem Sohne verlangt.
Die daneben befindliche Perſon, welche, weil ein Platz unbeſetzt iſt, die andere Ecke einnimmt, iſt ein bejahrter Mann; dieſer iſt dergeſtalt in ſeinen Pa⸗ letot eingewickelt, mit einer ſchwarzſeidenen Mütze, einer ungeheuren Perrücke und einer mit Pelz ver⸗ brämten Reiſekappe bedeckt, daß man kaum ſein Ge⸗ ſicht ſieht, denn trotzdem, daß es erſt Ende Auguſt iſt, iſt der Herr doch eingehüllt, als ob er erfrieren müßte. Beim Einſteigen in den Wagen hatte er
mehrere runde grünlederne Kiſſen unter dem Arme,
wie man ſolche gewöhnlich auf ſeinen Lehnſtuhl oder
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