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gen vder Diligencen, wie ſie genannt werden, wo die Reiſenden auf ziemlich weichen Polſtern ſitzen und vor dem Einfluſſe der Witterung geſchützt ſind.
Der Wagen, welcher zehn Plätze in ſich faßt, iſt mit neun Perſonen angefüllt.
In einer Ecke fällt zuerſt eine große ſtarke Frau von fünfundvierzig Jahren in die Augen, welche den Vorzug hat, fünfzigjährig zu ſcheinen. Ihr etwas kupferfarbiger Teint und ihre große platte Naſe ver⸗ leihen ihr eine bedeutende Aehnlichkeit mit einer Be⸗ duinin; ſie hat dabei übrigens noch ziemlich lebhafte ſchwarze Augen, auch noch ordentliche Zähne, und ihre Häßlichkeit würde nicht auffallen, wenn ſie ſich nicht ſo eitel friſirte und kleidete und durch ihre Manieren und ihr Geſpräch die Blicke und Aufmerk⸗ ſamkeit auf ſich zu ziehen ſuchte.
Neben dieſer Dame ſitzt ein fünfzigjähriger, klei⸗ ner aber vreitſchultriger, vierſchrötiger Mann mit einem großen Kopfe, aber einer niedern ſchmalen Stirne: die Haare fallen ihm faſt über die Augen herein, ſeine Augen ſind ſtechend und ausdruckslos, ſeine Naſe ſehr kurz, die Backenknochen treten ſicht⸗ lich hervor, der Mund iſt einfältig, kurz, die ganze Phyſiognomie gemein, aber trotzdem iſt die Miene deſſelben ſehr zuverſichtlich, beinahe unverſchämt, wenn er glaubt, man ſehe ihn an; dieſes iſt das Aeußere der Perſon, welche die Dame, ſeine Nach⸗ barin, bald Herr St. Godibert.. bald mein liebes Herz bald mein Männchen oder mein Gemahl nennt. je nachdem ſie bei Laune iſt; unterwegs


