Teil eines Werkes 
2. Th. (1845)
Entstehung
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Ach, der Kuckuk! den Brief, den ich an meinen Bruder geſchrieben habe, hätte ich beinahe vergeſſen, Dir zu geben.

Hieronymus zieht einen Brief aus der Taſche und überreicht ihn ſeiner Tochter mit den Worten: Schau', mein Kind, den überbringſt Du ihnen.. Ja, ich ſchreibe freilich nicht wie Du, aber meine Brüder kennen meine Handſchrift ſchon und wiſſen wohl, daß ich kein Gelehrter bin. Die Hauptſache iſt, daß ich ihnen darin ſage, ich ſchicke ihnen meine rechtſchaffene, tugendhafte, arbeitſame Tochter.. kurz, einen wahrhaften Schatz, den ich ihrer Obhut anempfehle. Was Dich anbetrifft, Roſa, ſo habe ich Dir keinen Rath zu geben, denn ich kenne Dein Herz, Deinen Verſtand, Deine Grundſätze ich weiß, daß Du nie von dem Pfade der Tugend weichen wirſt und deßhalb laſſe ich Dich beruhigt nach Paris gehen.

Statt aller Antwort umarmt Roſa⸗Maria ihren Vater und ſagt mit jenem Ausdruck, der von Her⸗ zen kommt, zu ihm:Ich will Eurer immer würdig ſein und nie vor meinem Vater erröthen müſſen.

Schnell in den Wagen, Mamſelle, wir fahren ſogleich ab.

Die Stimme des Kutſchers durchbebte den guten Landmann, denn ſie verkündete, daß der Augenblick der Trennung gekommen war.

Schon? murmelt das junge Mädchen, ihren Vater anblickend.

Und zwei große Thränen floßen aus ihren Au⸗