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ruft Roſa, ihren Vater in die Arme ſchließend, aus.
„Ach, ich war in Angſt um Euch.. aber Ihr ſeid ja an der Stirne verwundet!“
„Es iſt Nichts, Kleine, ein Ritz, kaum der Mühe werth, daß man davon ſpricht!“
„Und wie geht's bei Thomaſſin?“
„Es iſt glücklicher Weiſe Niemand umgekommen. Ich habe Maria⸗Johanna noch bei Zeit herausgezogen;
ſie iſt mit ein paar Brandmalen davongekommen!“
„Ach, welches Glück!“
„Das Mißgeſchick iſt alſo nicht ſo groß, wie man anfangs glaubte, Herr?“
„Das Mißgeſchick,“ ſagt Hieronymus mit einem
tiefen Seufzer,„das iſt ſo ſchon groß genug. Doch
ich muß ein wenig ausruhen ich will mich auf mein Bett legen, und bei meinem Erwachen habe ich Dir ein Wörtchen zu ſagen, Röschen, hörſt Du? denn dieſes Ereigniß.. Allein ich will ſuchen, ein bischen einzuſchlummern, der Schlaf gibt oft gute Rathſchläge, ſo viel man ſagt. gehe, ruhe auch noch ein paar Stunden aus, mein Kind, Du bedarfſt es.“
Roſa gehorcht, aber in ihr Zimmer zurückgekehrt,
fühlt ſie, daß es ihr unmöglich iſt, Ruhe zu finden; der Ausdruck von Wehmuth, welcher die Stirne ihres Vaters verdüſterte, während er die Worte ſprach: bei meinem Erwachen habe ich Dir ein Wörtchen zu ſagen?, hatte ſie mit Schrecken erfüllt. Sie be⸗ greift, daß man Antheil an dem Unglück ſeines alten Freundes nimmt, wenn man aber durch ſeinen Muth einem Unglück Einhalt gethan, durch Ausſetzung des


