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„Sei unbeſorgt.“
Hieronymus hat bereits ſein Haus verlaſſen und eilt dem Schauplatze des Brandes zu, wohin ihm übrigens faſt alle männlichen Einwohner des Dorfes folgen. In einem ſolchen Falle ſind die Nachbarn ſtets zum Beiſtand bereit. Geſchieht es wohl aus Menſchlichkeit oder aus Furcht, daß wenn die Feuers⸗ brunſt um ſich greife, dieſe auch ihr Haus verzehren möchte? Beſſer, man glaubt das Erſtere.
Roſa und Manon bleiben unter der Hausthüre zurück; ſie beobachten angſtvoll das Umſichgreifen der Flammen, die bisweilen mit ſchauerlicher Haſt in die Höhe fahren und dem Himmel eine röthliche Helle verleihen; ſie flehen zu Gott, er möchte dem Brande Einhalt thun und verhindern, daß Hieronymus, deſſen Unerſchrockenheit ſie kennen, das Opfer ſeines Eifers und ſeiner Aufopferung für den Pächter Thomaffin werde.
Zwei Stunden lang ſcheint der Brand, weit ent⸗ fernt abzunehmen, immer noch heftiger zu werden. Einige Kinder und Bäuerinnen, welche in der Nähe der Brandſtätte geweſen, kamen mit dem Geſchrei zurück:„Die ganze Scheune iſt verbrannt! Ach Gott, welches Unglück!“
„Und ein großer Theil des Wohnhauſes!“
„Vater Thomaſſin iſt zu Grunde gerichtet. Der hat Mißgeſchick!„
„Iſt Jemand dabei umgekommen?“
„Zwei Kühe und die Dienſtmagd Maria⸗Jo⸗ hanna!“


