Teil eines Werkes 
2. Th. (1845)
Entstehung
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11 mitten in der Nacht voll Entſetzen einen ſtrahlend

hellen Himmel und die vom Widerſchein der Flammen

erleuchteten Häuſer.

Es brennt! es brennt! ſchreit man von allen Seiten; und bei dieſem unheilvollen Rufe ſteigt Je⸗ des von ſeinem Lager auf; der Schrecken hat die Ruhe verſcheucht. Hieronymus iſt einer der Erſten, die erwacht ſind, er geht hinunter und erkundigt ſich.

Wo brennt es? fragt er.

Man glaubt bei Vater Thomaſſin in dem ſchönen Meierhofe, den er voriges Jahr hat bauen laſſen.. er hat vor wenigen Tagen erſt ſein Heu und ſein Getreide eingeheimst.

Hieronymus will weiter Nichts hören: er zieht ſchnell ſeine Jacke und ſeine Blouſe an. Roſa und die alte Manon eilen erſchrocken herbei.

Was gibt es denn, Vater?

Was iſt denn geſchehen, Herr?

Was es gibt?. in Thomaſſins, meines alten Freundes Meierhof brennt es!

O Gott!

Und Ihr geht hin, Vater?

Glaubſt Du denn, Kind, ich bleibe ruhig in meinem Bette, während das Haus meines Freun⸗ des verbrennt?... da wäre ich ja ein feiger Tropf oder ein Unmenſch. Ich gehe, um Hilfe zu leiſten; ihr bleibt hier, man braucht euch nicht: Du, Roſa, biſt zu jung, Du, Manon, biſt zu alt; außer⸗ dem wird es an thätigen Armen nicht fehlen!

Begebet Euch nicht in Gefahr, Vater.