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man die Lage derſelben kennen zu lernen wünſcht;
das heißt keine Neugierde.“ „Ich tadle Sie nicht, mein lieber Gogo; o, ich
bin weit entfernt, Sic zu tadeln. Uebrigens kann ich
Ihnen die Lage Ihres Bruders Nicolaus ungefähr,
ſchildern: Er hat Börſeſpeculationen und Wechſel⸗ geſchäfte mit dem Gelde gemacht, das ihm ſeine Frau als Heirathsgut mitbrachte. O, es war eben kein Peru!.. bloß zwölftauſend Franken, wovon er jedoch nur achttauſend in baarem Gelde empfing, as Uebrige wurde ihm in wollenen Strümpfen, Flanelljacken, Tricotunterhoſen und andern Strumpf⸗ ſtrickerwaaren(ſeine Frau war die Tochter eines Strumpfſtrickers) übergeben, die er indeß ſehr gut anbrachte. Ich weiß ſogar Jemand, welches ihm ſechs⸗ zehn Franken für eine Flanelljacke gab, die keine zehn werth war.. Ricolaus ſchenkt Nichts her, er
iſt im Gegentheil ſehr jüdiſch in ſeinen Geſchäften..
wenigſtens ſteht er in dieſem Rufe.“
„Schau'! Vetter, wie wiſſen Siedas, da Sie ſich doch Nichts um anderer Leute Angelegenheiten be⸗ kümmern?“
„Vom Hörenſagen; ich kann es nicht verhindern⸗ vaß man mir die Ohren voll ſchwatzt. Gogo sen⸗
war glücklich mit ſeinen Speculationen, nun fing er
andere Geſchäfte an; er discontirte, lieh Geld zu ſehr hohen Procenten aus. Ich glaube ſelbſt, daß er ſich Verſätze geben ließ und auf Effekten, Juwe⸗ len, kurz, auf Pfänder lieh. ich kann es zwar nicht beſtätigen, aber man hat es geſagt. Die Welt iſt


