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ſpektion des Zimmers beſchäftigt, in dem er ſich be⸗ findet, jedes Möbel betrachtet, jeden Gegenſtand be⸗ rührt, ſogar die Schränke und Schubladen aufmacht, um zu ſehen was darin iſt, geht die alte Manon zu ihrer jungen Gebieterin hinauf und meldet dieſer den Beſuch ihres Vetters Brouillard mit den Worten; „Dieſer Herr ſcheint mir ein komiſcher Heiliger!... der iſt verdammt neugierig und geſchwätzig. er erkundigt ſich nach Allem und findet an Allem Et⸗ was auszuſetzen... und zwar mit einer Miene, als ob er eine Höflichkeit ſagte! Ich wette aber, er iſt nicht gutmüthig!“
Roſa⸗Maria erinnert ſich dieſes Herrn, welchen ſie in ihrer Kindheit nur ſelten geſehen, und der ſie nie geliebkost hat— was ſich ſelbſt in unſerer zarte⸗ ſten Jugend unſerem Gedächtniſſe eingräbt— bloß undeutlich. Die alte Manon hatte mit ihrem ſchlich⸗ ten Verſtande den Neuangekommenen richtig beur⸗ theilt. Herr Brouillard hatte etwas Beißendes, Bös⸗ artiges, welches er ſich bemühte unter einem Anſchein von Verbindlichkeit und Freimüthigkeit zu verbergen; gleich der Katze krätzte er Einen, während er that, als wie wenn er Einem ſchmeicheln wollte. Sein Glück beſtand darin, Einem unangenehme Dinge zu ſagen und ſchlechte Neuigkeiten mitzutheilen. Es gibt Leute, die eine Stunde weit liefen und ihre eigene Angelegenheiten vernachläßigten, um einem Freunde eine gute Nachricht zu verkünden; der Vetter Brouil⸗ lard gab ſich aber eben ſo viel Mühe Euch von einem mißlichen Ereigniß in Kenntniß zu ſetzen, und dieß


