Teil eines Werkes 
1. Th. (1845)
Entstehung
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zwar mit einem Anſtrich von Gutmüthigkeit, und wie wenn es nur geſchähe, um Euch einen Gefallen zu erweiſen.

Es gibt viele ſolche Menſchen wie Herr Brouil⸗ lard: ſie kommen, Euch auf tauſenderlei Weiſe mit tauſenderlei Freundſchaftsdienſten entgegen, ſuchen Euer Vertrauen zu erlangen, Euere innerſten Geheim⸗ niſſe zu erſchleichen, bloß um alle Gelegenheiten in Händen zu haben, Euch in Euern theuerſten Neigun⸗ gen zu verw unden; während ſie ſich für Eure Freunde ausgeben, haben ſie nie Anderes als Uebles von Euch gehört, und beeilen ſich, dieſes Euch zuzutragen; was hingegen das Gute, das Lob anbetrifft, welches man Eurem Talent, Eurer Perſon oder Eurem Charakter angedeihen ließ, ſo hören ſie nie etwas Solches; ihre Ohren ſind für angenehme Dinge taub, während ihnen nicht das mindeſte Bösartige entgeht.

Und dieſelben Leute nehmen eine Miene an, wie wenn ſie das lebhafteſte Intereſſe für Alles hegten, was in Beziehung zu Euch ſteht, aus Freundſchaft kommen ſie, um Euch zu ſagen, daß Eure Frau ſchon ſehr lange in einer Ecke des Saales mit einem jungen Manne ſpreche, welcher ſie drei Mal hinter⸗ einander zum Tanze aufgefordert habe, während Ihr an einem Spieltiſche ſaßet; aus Freundſchaft theilen ſie Euch mit, daß irgend eine Zeitung, welche Ihr nie leſet, entſetzlich über Euer Talent, wenn Ihr Künſtler, über Eure Werke, wenn Ihr Schriftſteller, über Eure Gemälde, wenn Ihr Maler ſeid— ge⸗ ſchimpft habe; aus Freundſchaft rufen ſie, wenn ſie