Teil eines Werkes 
1. Th. (1845)
Entstehung
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Manon, aber die Tugend ſchützt nicht vor den An⸗ griffen eines Unverſchämten.“

„Ich ſage es Euch noch ein Mal, Herr, es iſt von hier nach Fontainebleau Nichts zu fürchten, man begegnet immer Leuten und es ſtehen überall Häuſer an der Straße.“

„Ja, wenn man nicht durch den Wald geht. Ich habe Roſa oft gerathen, dieſen Weg zu meiden, aber die jungen Mädchen laufen gern herum, ſuchen gerne Blumen und wenn es ſo heiß iſt wie heute, iſt Einem der Schatten lieber als die breite Chauſſée. Mein Gott, wenn Roſa durch den Wald gegangen und auf Jemand Gefährliches geſtoßen wäre

„Warum ſtellt Ihr Euch denn aber ſolche Dinge vor, Herr?“

„Warum? Siehſt Du denn nicht, daß es immer ſpäter wird und meine Tochter nicht kommt? O, ich halte es nicht mehr aus, ich muß nach Fontaine⸗ bleau zu Frau Durand laufen mich erkundigen, ob Roſa noch da iſt, fragen, um welche Zeit ſie dort fort ging und dann.„ O, ich muß mein Kind wiederfinden, wiſſen, was aus ihm geworden iſt!“

Und ohne weiter auf die Magd zu hören, nimmt Hieronymus ſeinen Hut und ſeinen Stock und verläßt ſein Haus; er iſt bereits im Begriffe, Fontainebleau zuzugehen, hat aber noch keine zwanzig Schritte ge⸗ macht, als er ein junges Mädchen auf ſich zueilen ſieht. Er ſtößt einen Freudenſchrei aus, denn er hat Roſa⸗Maria erkannt.

Die Jungfrau fliegt in die Arme ihres Vaters