81¹ daß man die mit Staub vedeckten Gegenſtände ab⸗ wiſche, da ſie es für ſehr überflüſſig hielt; denn, ſagte ſie, wozu nützt das Abſtauben heute? morgen iſt es doch wieder ſo. Aber Roſa⸗Maria war ihr mit gutem Beiſpiele vorangegangen und die Bäuerin hatte ſich nach und nach daran gewöhnt und einge⸗ ſehen, daß das tägliche Reinmachen nicht überflüſ⸗ ſig iſt.
Fünf Uhr ſchlug es eben auf der großen Wand⸗ uhr in der untern Stube, wo in Hieronymus Gogo's Haus gewöhnlich die Mahlzeit gehalten wird. Fünf Uhr Nachmittags.. und Roſa⸗Maria war um acht Uhr Morgens ſogleich nach dem Frühſtück fortgegangen, um ſich nach Fontainebleau zu begeben, und gewöhnlich kehrt ſie zum Mittageſſen nach Hauſe zurück, welches um drei Uhr aufgetragen wird: die Stunde, wo ihr Vater vom Felde heimkommt.
Hieronymus hat nirgends Ruhe; alle Augenblicke geht er aus der untern Stube hinaus und ßellt ſich unter die Hausthüre; dort blickt er nach der Chauſſée hin, kehrt wieder in das Haus zurück, geht dann abermals hinaus und ruft:„Wo mag Roſa ſo lange bleiben?. ſie weiß, daß das Mittageſſen im⸗ mer um drei Uhr fertig iſt, weil ich da von der Ar⸗ beit heimkomme und gern meinen Appetit ſtille, wäh⸗ rend ich mit ihr plaudere.“
„Vill der Herr nicht vielleicht, bis ſie kommt, Etwas eſſen?“
„Eſſen. ohne meine Tochter?.„O, ich habe kei⸗ nen Hunger mehr. Das iſt ſehr ſonderbar, es iſt


