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wiſſend und verlegen zu ſein. Deßhalb hat er ſeine Tochter in die Schule nach Fontainebleau geſchickt und ſie dann bei achtungswerthen Frauenzimmern, welche die weitere Sorge für ihre Erziehung über⸗ nahmen, in allen feinen weiblichen Handarbeiten unter⸗ richten laſſen, die ſie Niemand in ihrem Dorfe hätte lehren können.
Roſa⸗Maria erlernte Alles mit Leichtigkeit. Sie ſchrieb eine hübſche Handſchrift, ſprach beſſer und ge⸗ wählter als die andern Landmädchen, ſtickte und fe⸗ ſtonnirte geſchmackvoll; daher hing ihr Vater auch mit eben ſo viel Liebe als Bewunderung an ihr. In ſeinen Augen war ſeine Tochter eher geſchaffen, um in der Stadt zu glänzen, als im Dorfe zu blei⸗ ben, und er ſagte, ſie in ſeine Arme ſchließend, oft zu ihr:„Mein liebes Kind, ich bedaure es, Dich hier in unſerm Häuschen behalten zu müſſen, wo Du nur den Hühnerhof und unſere Nachbarn zur Geſellſchaft haſt, die um Weniges geſcheidter ſind als unſere Hühner. Ich bin ein Egoiſt, daß ich Dich hier behalte, denn Du biſt klüger als wir Alle; Du biſt gelehrt, ſprichſt gut, verfertigſt gleich einer wahren Fee die niedlichſten Arbeiten, Du biſt in der That zum Leben in der großen Welt mit den Vor⸗ nehmen geboren und würdeſt in ihrer Geſellſchaft eine gute Parthie treffen, weil Du außer Deinen Talenten auch ſehr hübſch biſt. und das Allerbeſte iſt, daß Du gutmüthig und gefühlvoll biſt, kurz, daß Du Eigenſchaften haſt, die man gewöhnlich im Ver⸗ eine mit der Schönheit nicht findet.“
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