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der Gefahr ausgeſetzt hat, die Macht derſelben füh⸗ len zu müſſen; es wird ihn zu der Einſicht bringen, daß die Männer, die im Leben am umgänglichſten und ſanfteſten, auch am meiſten zu fürchten ſind, wenn man ſie außer ſich bringt.
Hieronymus hat keine Erziehung erhalten, doch hat er leſen, ſchreiben und rechnen gelernt, da er aber Landmann geblieben iſt, hat er nicht vft Gele⸗ genheit zum Schreiben gehabt; er liest nicht mehr, weil es ihn einſchläfert, und es iſt ihm zur Gewohn⸗ heit geworden, nie anders als mit den Fingern zu zählen. Hieraus ergibt ſich, daß Roſa⸗Maria's Vater beinahe nicht mehr ſchreiben kann, ſtatt des Leſens buchſtabirt und ſeine Sprache ſchlecht ſpricht; da ihn dieſes aber nicht am Arbeiten, Säen, Land bauen und Pflanzen hindert, iſt er zu ſeinem Geſchäfte ge⸗ ſchickt genug.
Wenn Hieronymus für ſeine Perſon auch ohne Ehrgeiz war und ſich als Landmann für geſcheidt genug hält, ſo denkt er doch in Betreff ſeiner Toch⸗ ter anders. Roſa⸗Maria iſt der Abgott ihres Va⸗ ters, ſein Glück, ſeine Freude, ſein Ruhm, ſeine Hoff⸗ nung, und er würde ſich für ſtrafbar gehalten haben, wenn er ſeiner Tochter nicht hätte die Erziehung er⸗ theilen laſſen, die ihm fehlte. Er hatte gedacht, daß
vielleicht der Zufall oder Umſtände ſeine Tochter un⸗
ter dieſe Leute bringen könnte, mit welchen er nicht
in Verkehr gekommen, und er wünſchte, daß wenn ieſes der Fall ſein würde, ſeine Roſa⸗Maria ſich zeigen könne, ohne lächerlich zu erſcheinen oder un⸗ Paul de Kock. LXRIvV. 6


