Teil eines Werkes 
1. Th. (1845)
Entstehung
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zum Himmel, er möchte ihr ihre Mutter erhalten; denn ſie konnte gleichfalls nicht an den Tod derſel⸗ ben glauben!

„Sie weinen, Fräulein... Ach, entſchuldigen Sie, ich halte inne, denn auch ich muß weinen!“

Einige Augenblicke darauf fuhr der junge Maler in ſeiner Erzählung wieder fort:„Meine Mutter war geſtorben, Fräulein, und zwar in wenigen Stun⸗ den; ſie war nach Mitternacht mit entſetzlichen Kopf⸗ ſchmerzen erwacht und ihre arme Tochter hatte auf jede Weiſe verſucht, ihr Linderung zu verſchaffen, indem ſie ihr Alles reichte, was ſie ſonſt in ähnlichen Fällen zu ſich genommen hatte; ſie war fern von ihrem Gatten und ihrem Sohne geſtorben!... ohne dieſe zu küſſen und ihnen Lebewohl ſagen zu können! Ach, Fräulein, man ſagt: ein plötzlicher Tod ſei ſüß für Diejenigen, welche er treffe, weil ſie keine Zeit haben, ihn vorauszuſehen oder zu fürchten. Aber wie grauſam iſt er für die Zurückbleibenden, die uns lieben; für Die, welche im ſichern Bewußtſein ihres Glückes daſſelbe genoſſen, ohne es gehörig zu ſchätzen. Ein ſolcher Schlag iſt fürchterlich, denn Nichts hat uns darauf vorbereitet, Nichts uns eine Ahnung von der Vergänglichkeit unſeres Glücks eingeflößt! Wenn Einen der Blitz trifft, ſo hat man doch wenigſtens das Gewölk ſich verdunkeln ſehen, den Donner rollen hören und ein Vorgefühl der drohenden Gefahr ge⸗ habt. Aber ſeine Frau oder ſeine Mutter geſund verlaſſen und einige Stunden darauf todt finden.. ihren letzten Seufzer, ihre letzten Worte nicht hören,