Teil eines Werkes 
1. Th. (1845)
Entstehung
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ausgeſtreckt mit halbgeſchloſſenen Augen auf dem Bette. Mein Vater iſt beſtürzt über die leichenfar⸗ bige Bläſſe ihres Angeſichts und der Doktor murmelt die ſchrecklichen Worte:„O, mein Gott! das iſt kein Schlaf!“

„Mein Vater glaubt ihn zu verſtehen, will aber weder an die Wahrheit noch an die Möglichkeit des Todes glauben. Der Arzt will ihn entfernen, ihn aus dem Zimmer wegführen.

„Nein, nein, ich entferne mich nicht!“ ruft er, ſeine Frau in die Arme ſchließend, aus, drückt ihren Kopf an ſeine Bruſt und ruft die Theure laut bei ihrem Namen.„Nein! ich verlaſſe ſie nicht O⸗ ſie kann nicht todt ſein!... Sehen Sie, mein Herr, ihre Arme, ihre Hände ſind noch warm, ihre Augen glänzen noch; es iſt wahrſcheinlich nur eine Ohnmacht. O, Herr Doktor, ſie lebt... man kann nicht ſo ſter⸗ ben! Helfen Sie ihr, helfen Sie ihr ſchnell!... es muß noch Zeit ſein!“

„Der Arzt wußte den Tod zu genau zu unter⸗ ſcheiden, als daß er ſich hätte täuſchen können. In⸗ deß beeilte er ſich, Alles zu thun, was die Wiſſen⸗ ſchaft kennt, um Diejenigen wieder in's Leben zu rufen⸗ bei denen es noch nicht ganz erloſchen iſt. Während er verſchiedene Mittel anwendete, hielt mein Vater den Kopf ſeiner Frau in den Händen, betaſtete ihre Wan⸗ gen und ihre Stirne; er bat ſie flehentlich, noch ein Mal mit ihm zu ſprechen.. und in dem Nebenzim⸗ mer ſaß meine arme Schweſter, von dem Dienſtmäd⸗ chen unterſtützt⸗ auf ihrem Bette, weinte und flehte