Teil eines Werkes 
1. Th. (1845)
Entstehung
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Ihre Fräulein Tochter wird bloß, weil ſie mit der Magd allein die Mutter zu unterſtützen hatte, er⸗ ſchrocken ſein und gedacht haben, man müſſe Sie holen; Das alles darf Sie aber nicht beunruhigen. War ſie geſtern ſchon krank?⸗

„Durchaus nicht, Herr Doktor, ich habe geſtern mit ihr zu Mittag gegeſſen und bin erſt um ſieben Uhr nach Paris gegangen, wo ich ſie heiter und ge⸗ ſund verließ; ſie klagte durchaus Nichts.⸗

„Ich wiederhole es Ihnen, es kann nicht gefähr⸗ lich ſein; aber nervöſe Perſonen ſcheinen im Augen⸗ blick todeskrank; wenn wir ankommen, iſt es vielleicht vorbei und Ihre Frau Gemahlin wird dann bedau⸗ ern, daß man Sie in Angſt verſetzt hat.“

„Endlich langten ſie vor unſerm Hauſe an, wel⸗ ches an der Chauſſöe ſtand. Mein Vater läutet; bald daräuf öffnet ihm ſeine Tochter in Begleitung der Magd.-

„Nun! wie geht es Deiner Mutter?⸗ fragt mein Vater.

Ich glaube, ſie fühlt ſich etwas beſſerz ſie ſchläft ietzt, antwortet meine Schweſter, noch ganz blaß und zitternd in Folge der erlittenen Angſt.

„Mein Vater athmet wieder auf. Er geht mit großen Schritten durch den Hausgang die Treppe hinauf und der Arzt folgt ihm wiederholend: Ich ſagte es Ihnen ja, es war nur ein nervöſer Anfall und Sie hätten nicht ſo zu erſchrecken gebraucht.“

„Endlich kommen ſie oben an und nähern ſich dem Zimmer meiner Mutter. Sie lag auf dem Rücken