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fand ich mich in Paris und hatte meine Eltern ſeit zwei Tagen nicht geſehen. Nachdem mein Vater mit ſeiner Frau und ſeiner Tochter zu Mittag geſpeist hatte, erinnerte er ſich, daß er auf den Abend in Paris eingeladen war; er fühlte ſich übrigens an dieſem Tage nicht aufgelegt, von ſeiner Ordnung abzuweichen und ſeine Familie zu verlaſſen; allein meine Mutter, welche vorausſetzte, er werde ſich in der Geſellſchaft, zu der er gebeten war, gut unter⸗ halten, und ſtets befürchtete, er verſage ſich ihretwillen ein Vergnügen, drang in ihn, doch hinzugehen. Mein Vater entſchloß ſich alſo, ſich nach Paris aufzumachen, wo er natürlich über Nacht bleiben mußte, weil die Geſellſchaft, wohin er ſich begab, ohne Zweifel etwas lange dauerte. Er küßte ſeine Frau und ſeine Toch⸗ ter und verließ ſie heiter, ein Liedchen vor ſich hin⸗ trällernd, wie dieſes ſeine Gewohnheit war und kehrte nach einem mit Künſtlern und Freunden angenehm verlebten Abend um halb ein Uhr nach ſeiner Woh⸗. nung in Paris zurück, wo er alsbald zu Bette ging und ruhig einſchlief... Ach, Fräulein! man darf deßhalb nicht immer behaupten, man habe eine Ahnung.
„Gegen zwei Uhr Morgens wurde mein Vater durch ein heftiges Läuten aufgeweckt; er ſteht haſtig auf, beſinnt ſich, ob er nicht träume. Allein es iſt ihm bereits bange, er empfindet eine tödtliche Unruhe, denn er iſt entfernt von ſeiner Frau und ſeinen Kin⸗ dern und um ihn mitten in der Racht aufzuwecken, muß einem derſelben ein Unfall zugeſtoßen ſein. Er


