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„Erzählen Sie nur, Herr Leopold. O, es lang⸗ weilt mich gar nicht, Ihnen zuzuhören, im Gegentheil.“
„Ich wollte auch Maler werden und beſuchte da⸗ her die Schule eines berühmten Meiſters. Ich ging in die Akademie und um ungeftörter zu arbeiten und ohne meine Eltern zu ſtören, ungehindert auszugehen, vielleicht auch um jene Freiheit zu genießen, wonach die jungen Leute ſo eifrig trachten und ſich einen Gott daraus machen... hatte ich eine beſondere, kleine Wohnung gemiethet; aber ich ſpeiste faſt alle Tage bei meinen Eltern, die es übrigens ganz natürlich gefunden hatten, daß ich im einundzwanzigſten Jahre und mit den Neigungen eines Künſtlers mein eigener Herr ſein wollte. Verzeihen Sie, daß ich mich über dieſe häuslichen Details und jenen Zeitraum meines Lebens ausbreite, aber es war für mich der ſchönſte, und ich glaubte nicht, daß irgend Etwas mein Glück und die Familienfreuden ſtören könnte, die ich ſtets im Kreiſe der Meinigen empfunden habe. Ich wußte nicht, daß man dann am glücklichſten iſt.. und vor den Schlägen des Schickſals zittern und ſich fürchten ſolle. Allein Niemand denkt daran... dieß war der Wille der Vorſehung.. denn wenn wir die Macht hätten, in die Zukunft zu blicken, ſo würden wir die Gegen⸗ wart niemals genießen.
„Meine Eltern liebten das Land. Die reine Luft der freien Natur that meiner Mutter gut, welche ohne gerade leidend oder kränklich zu ſein, doch oft über Beengung und kurzen Athem klagte, was aber bei
Paul de Kock. LXRlv. 4


