Teil eines Werkes 
1. Th. (1845)
Entstehung
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Vorwürfe zu machen, und was würde mein Vater ſagen, mein Vater, der ſo gut iſt und ſo viel Ver⸗ trauen in mich ſetzt, wenn er wüßte, daß ich mich von einem Herrn, den ich beinahe nicht kenne, ma⸗ len laſſe 2“

Der junge Maler legt ſeinen Pinſel und ſein Farbenbrett auf den Raſen nieder, kehrt ſich dann gegen Roſa⸗Maria und erwiedert in ernſtem, bei⸗ nahe gemeſſenem Tone:„Ich habe Ihnen meinen Namen geſagt, Fräulein, und Sie kennen meine Be⸗ ſchäftigung; ich wollte, Sie wären im Stande, ſich zu überzeugen, daß ich Sie nie auf irgend eine Weiſe täuſchen will. Ich will Ihnen in wenigen Worten die Geſchichte meiner Familie mittheilen, denn es iſt mir von Wichtigkeit, nicht als ein Fremder oder Un⸗ bekannter von Ihnen angeſehen zu werden. Ich heiße Leopold Bercourt; mein Vater war Genremaler und beſaß hinlänglich Talent, um in einer gewiſſen Behaglichkeit zu leben; er hatte ſich ſehr jung mit einem Frauenzimmer verheirathet, das er anbetete, ihm jedoch kein Vermögen zubrachte; er gehörte in⸗ deß zu der geringen Anzahl Derjenigen, die glau⸗ ben, die Liebe und ein rechtſchaffenes Betragen ſeien hinreichend, um glücklich zu machen, und er war es auch in der That in dem Schooße ſeines häuslichen Lebens. Meine Mutter liebte ihn ſo innig; ſie hatte dieſelben Neigungen, dieſelben Gefühle wie erz es ſchien, als ob ein Geiſt, ein Herz die beiden Gatten beſeele, denn oft geſchah es, daß Beide denſelben Gedanken, denſelben Wunſch ausſprachen und dieſelben 1

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