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den Tage erſuchten Sie mich wieder, mich vor Sie hinzuſetzen; ich willigte ein, obgleich keine Sonne ſchien, jedoch nur unter der Bedingung, daß Sie mir zeigen werden, was Sie machen.“
„Nun, ich habe es Ihnen gezeigt, Roſa!“
„Ja, und ich war ganz erſtaunt, denn ich war es ſelbſt, das heißt mein Bild.. in dieſem einfachen An⸗ zuge auf einem Baumſtamme ſitzend und bereits ſo ähnlich.. das heißt.. nein, ich bin nicht ſo hübſch als Sie mich gemacht haben!“
„Sie ſind noch hundert Mal hübſcher, liebens⸗ würdige Roſa, denn das Bild kann nie alle die Em⸗ pfindungen, alle die anmuthigen Gefühle ausdrücken, die mit jedem Augenblick Ihre Züge beleben. Ich kann wohl ein Lächeln anbringen, einen Blick... aber ich kann nicht alle die reizenden Nuancen dar⸗ ſtellen, die über ihr bewegliches Antlitz hingleiten und zugleich aus ihren ſowohl milden als freundlichen Augen ſtrahlen, kurz, die ſchuld ſind, daß man Sie nicht ſehen kann, ohne„
„Ach, Herr Leopold, Sie vergeſſen abermals Ihre Verſprechungen! Als Sie letzthin ſchon ein Mal Worte zu mir ſprachen, die ein junges Mädchen nicht an⸗ hören ſoll, wollte ich gehen und ich wäre nicht wie⸗ der gekommen, wenn Sie mir nicht verſprochen, ſo⸗ gar geſchworen hätten. ja ich glaube, Sie haben mir geſchworen... daß Sie keine ſolche Dinge mehr reden wollen, allein von Zeit zu Zeit kommen Sie wieder darauf zurück und ich finde mich immer wieder ein. Sie ſehen alſo, daß ich Grund habe, Ihnen


