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Allein Roſa⸗Maria ſetzte ihren heitern Gang fort; ſie läßt ihre Blicke um ſich her ſchweifen und ſie blei⸗ ben bald auf einem jungen Manne in einer kleinen Künſtlerblouſe und im Winde flatternden Haaren haften, welcher am Fuße einer alten Eiche ſitzt, eine kleine auf einem Pulte liegende viereckige Leinwand vor ſich und eine Farbenſchachtel neben ſich hat. Der junge Mann malt oder macht vielmehr ſeine Stu⸗ dien, wie die Maler ſagen. In dieſem Augenblick zeichnet er den maleriſchen Anblick der vor ihm be⸗ findlichen Felſen ab, und ganz in ſeine Arbeit ver⸗ tieft, hat er das junge Mädchen nicht kommen hören, welches ſeit einer Weile hinter ihm ſteht und ihm, ohne ſich zu rühren, faſt ohne zu athmen, damit er ihre Anweſenheit nicht ahne, zuſieht.
Plötzlich reißt ſie aber das Gefühl der Bewunde⸗ rung hin und ſie ruft aus:„O, wie ſchön das iſt!“
Der Maler kehrt ſich augenblicklich um und ent⸗ gegnet, mit einem zärtlichen Blicke auf die Jungfrau: „Wie, Sie waren da, ohne daß ich es wußte? Ach, das iſt recht böſe von Ihnen!“
„Warum?.. was that ich denn Böſes hinter Ihnen?“
„Sie beraubten mich des Glückes, Sie zu ſehen und Ihre Gegenwart zu genießen, und dieſes Glück iſt von ſo kurzer Dauer, es verſchwindet ſo ſchnell, daß ich geizig damit ſein muß.“
Roſa⸗Maria erröthet, ſchlägt die Augen nieder und ſtammelt:„Herr Leopold, Sie vergeſſen immer unſer Uebereinkommen und Ihr Verſprechen„„ Ich


