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Drittes Kapitel. Der Sohn des Malers.
Wir wollen Herr Roquet ſeiner Geſellſchaft nach⸗ laufen laſſen und zu Roſa⸗Maria, ſo heißt das rei⸗ zende Kind, welchem wir im Walde begegnet ſind, zurückkehren.
Nachdem das junge Mädchen den Herrn mit der Brille, deſſen Manieren ihr ſehr unſchicklich zu ſcheinen anfingen, verlaſſen hat, ſchlägt ſie, allem Anſcheine nach mit den Waldwegen ſehr bekannt, einen ſchmalen kaum in dem Dickicht des Gehölzes bemerkbaren Pfad ein, ſie ſchreitet ſo ungehindert fort, ſelbſt ohne vor ſich hin zu blicken, wie Jemand, der ſeines Weges ganz ſicher iſt.
Nach fünf Minuten, während welchen ſie ſich übri⸗ gens bisweilen bückte, um den Strauß zu vergrößern, den ſie in der Hand hatte, befand ſich das junge Mädchen auch in der That außerhalb des Gehölzes in einer großen Lichtung; vor ihr ragen ſchwarze ſteile Felſen empor und zu ihren Füßen liegen zu⸗ fällig aufeinander gehäufte Sandblöcke, die zum Theil ſchon zu Pflaſterſteinen bearbeitet und behauen waren; auf der einen Seite erheben ſich ſtolze Buchenbäume, die bis zum Himmel hinan zu ragen ſcheinen, wäh⸗ rend gegenüber andere vom Blitze getroffene auf dem Boden liegen. Dieſer Theil des Waldes gewährt einen wilden, majeſtätiſchen Anblick, der Perſonen, welche nicht daran gewöhnt ſind, ein gewiſſes Ent⸗ ſetzen einflößen muß.


