Teil eines Werkes 
1. Th. (1845)
Entstehung
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6 32 der Rücken eines jungen Mädchens, welches ſich zum Blumenpflücken auf den Boden hinab gebückt hatte; jetzt erhob ſie ſich eben und ging wieder ihres We⸗ ges, und ſtatt einer Schlange erblickte Herr Roquet das reizendſte Geſicht, welches ſich die Einbildungs⸗ kraft mälen kann.

Es iſt ein junges, kaum ſiebzehnjähriges Mäd⸗ chen, deſſen Kleidung weder die einer Bäuerin, noch die einer Bewohnerin der Stadt iſt; ein köſtliches rundes, von Friſche, Anmuth und Schönheit ſtrahlen⸗ des Antlitz; eine Brunette mit ſanften, milden Au⸗ gen und einem kleinen, edelgeformten Munde; in den Zügen dieſer Jungfrau drücken ſich Schamhaftigkeit und Feinheit, blendende Schönheit und Demuth aus. Sie erinnert auch an jene reizenden Köpfe, welchen die Maler ihren Gemälden verleihen und die man mit Bedauern nirgends auf der Welt ſo vollkommen findet als auf der Leinwand.

Das Weſen, welches ſich Herrn Roquets Blicken darbietet, trägt ein einfaches, beſcheidenes, braunes Kleid; ſie hat ein buntes Tuch um den Hals ge⸗ ſchlungen, eine ſchwarzſeidene Schürze umgebunden⸗ und ihre ſchönen Haare ſfind mit einem kleinen Häubchen bedeckt, das nicht ſo plump ausſieht wie die der Bäuerinnen und ſich gefällig an ihre runden roſigen Wangen anſchließt.

Herr Roquet empfindet ein Wohlbehagen, das vald in Bewunderung übergeht, denn er iſt ſtets ein großer Liebhaber des ſchönen Geſchlechts geweſen. Er nähert ſich dem Mädchen, indem er eine tiefe