31.
Herr Roquet geht weiter, er rennt nun mit gro⸗ ßen Schritten beinghe wie wüthend vorwärts und betrachtet wechſelweiſe bald den Pfad, bald ſeine Hoſe. Plötzlich ſteht er ſtille.
In einer Entfernung von etwa hundert Schritten ſieht er im Dickicht ſich Etwas bewegen und zwar nahe am Wege, den er vor ſich hat. Er kann nicht genau unterſcheiden was es iſt, nur ſo viel, daß der Gegenſtand, der ſich rührt, ungefähr zwei Schuh hoch, braun und von ziemlichem Umfange iſt.
Herr Roquet, dem der kalte Schweiß auf die Stirne tritt, bleibt unbeweglich zitternd ſtehen und wagt es weder vor⸗ noch rückwärts zu gehen; es ſchwindelt ihm vor den Augen und er denkt:„Was iſt das dort? Ein Dieb, der auf mich lauert? Eine Rieſenſchlange? Ich habe nicht mehr den Muth hin⸗ zublicken; ich fürchte zu ſehr, es möchte eine Schlange ſein Ich glaube, ein Dieb wäre mir noch lieber. Was iſt zu thun?.. Ach, was iſt doch das Reiſen für eine entſetzliche Sache!“
Herr Roquet verharrt ziemlich lange unentſchloſſen mit zu Boden gehefteten Augen und wagt es nicht einmal, die Flucht zu ergreifen, weil er fühlt, daß ihm ſeine Beine den Dienſt verſagen würden. End⸗ lich in einem Anfall von Verzweiflung riskirt er es noch ein Mal, einen Blick auf den Gegenſtand zu werfen, der ihn ſo in Schrecken verſetzt hat.
Stellt euch aber, wenn ihr könnt, ſein Erſtau⸗ nen und ſein Entzücken vor: der braune Gegenſtand, den er nur durch das Gebüſch hin gewahrt hatte, war


