25
gefähr dreiunddreißigtauſend Morgen groß. Wenn die Römer in geheiligte Wälder kamen, ſo. ℳ
„Ach, mein lieber Freund! Sie hatten es ſo be⸗ ſtimmt verſprochen, auf dieſer Landparthie Nichts von den Römern zu erwähnen... bemühen Sie ſich doch einmal, ordentlich zu ſein! Wiſſet ihr, meine Her⸗ ren, an wen mich dieſer Wald erinnert? An Robin vom Walde. Ach, ich meine, hier miüſſe er ſich zeigen.“
„Wie, der große Jäger?“ ſagt Roquet, faſt weh⸗ müthig lächelnd, indem er mit gekreuzten Blicken in den tiefen Wald hineinſtarrt.„Ach, welcher Ge⸗ danke! Der Weg ſcheint mir ſehr lange zu dauern; ich fürchte, daß wir uns verfehlt haben. Wir haben am Ende keine Zeit mehr zum Mittageſſen.“
„Ach, Madame Marmodin, Sie möchten den wilden Jäger ſehen!“ ruft Herr Mondigo, ſich der kleinen Dame nähernd, aus.„Ei! Sie glauben zu ſcherzen, und ich verſichere Sie, daß es noch nicht ſo lange her iſt, wo die Bewohner von Fontainebleau noch an die Jagd des wilden Jägers glaubten, der, ſo viel man ſich erzählt, ein großes ſchwarzes Ge⸗ ſpenſt war. Wenn er im Walde jagte, machte er einen abſcheulichen Lärm; man hörte ihn oft, aber man ſah ihn nie. Wollen Sie übrigens, daß ich Ihnen erzähle, was ein alter Geſchichtſchreiber, Pierre Mathieu, hierüber mittheilt?“
„Ja, ja, erzählen Sie!“ antwortet Fränzchen, ihren Eſel anhaltend;„Geſchichten, die Einen fürchten ma⸗ chen, ſind ſo unterhaltend; und in einem Walde ge⸗ räth man gar leicht in Angſt.“


