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„Meine liebe Freundin!“ ſpricht Herr Marmodin, „um vort hinaufzuſteigen, müßte man eine ganz eigene Fußbekleidung haben. Die Römer hatten beſondere Fußvekleidungen, wodurch ſie ihren Rang, ihren Stand und ihre Stellung in der Welt auszeichneten; wir Franzoſen kennen nur die Schuhe und die Stiefeln; wir vedienen uns weder des Caliga, noch des Crepida, noch des Gallica, noch des Baxea; wir ziehen bis⸗ weilen den Calceus und manchmal den Soccus an, aber
„O, genug, genug, mein Herr, ich bitte Sie.. ich will gerne nicht auf dieſe Felſen klettern. das iſt aber kein Grund, mich eine Stunde mit Ihren Römern zu peinigen.. Ach, es wäre doch hübſch geweſen, wenn mein Eſel da hinaufgeſtiegen wäre!“
Damit ſucht das Frauchen ihren Eſel in die Nähe der ſchönen Blondine zu bringen und fährt aber ſo, daß ſie nur von Dieſer gehört werden kann, fort: „Sagen Sie, Clementine, heißen Sie das eine Luſt⸗ parthie? wenn man immer durch gerade Alleen ge⸗ hen ſoll, damit man ſich nicht verliere.. nur halten darf, wenn es dieſen Herren gefällig iſt; nicht ſprin⸗ gen, nicht hüpfen und keine Tollheiten machen darf? Ich dachte mir doch gleich, ſo werde es ſein, wenn man auf's Land gehe! Unſere Männer ſind ſonder⸗ var: weil ſie lieber langſam gehen, ſollen wir es auch ſo machen und uns das ebenfalls recht ſein! Ach, wie deſpotiſch ſind die Männer! Wenn übrigens Ihr Neffe und ſein Freund mitgegangen wären, wie


