Teil eines Werkes 
1. Th. (1845)
Entstehung
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Und Sie haben mehrere Stücke auf dem Bauche lie⸗ gend geſchrieben? Begeiſtert Sie das?

Ich ſage nicht gerade, dieſe Lage begeiſtere mich, ich ſage nur: es ſei auf dieſe Weiſe angenehm im Freien zu ſchreiben.

Der Teufel! und Sie breiten Nichts über das Gras aus, ehe Sie ſich darauf legen?

Weiß Gott, nein!

Hierauf verſetzt Herr Marmodin, nachdem er ſich geſchneuzt und eine Priſe Tabak genommen hat, in dem Tone eines Profeſſoren, der eine Vorleſung hält: Die Römer hatten, glaube ich, nicht die Gewohn⸗ heit, auf dem Bauche ausgeſtreckt zu ſchreiben, ob⸗ gleich ſie ihre Mahlzeiten beinahe liegend einnahmen; wenn ſie dieſe gehabt hätten, würden ſie meiner An⸗ ſicht nach ihren Pallium, einen langen, dem der Griechen ähnlichen Mantel, den hauptſächlich die

Philoſophen trugen, auf dem Boden ausgebreitet ha⸗

ben... Der Palliolum, der viel kleiner war, glich denen, welche unſere Damen jetzt Crispinchen nennen. Die Römerinnen trugen einen Palla, einen, dem der Gallier nachgeahmten ganz kurzen Mantel; außerdem auch eine Tarentina, die...

Ach, um Gotteswillen, mein lieber Freund, hö⸗ ren Sie auf! unterbricht ihn Madame Marmodin, ihren Eſel antreibend.Wenn Sie in Ihre Römer hineinkommen, kommen Sie nicht mehr heraus. ich kenne Sie! Wir haben ausgemacht, uns zu unter⸗ halten.. und Ihre Wiſſenſchaft erſchreckt mich; das iſt viel zu ernſt für mich.