Teil eines Werkes 
2. Th. (1845)
Entstehung
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glücklich werde, und ich hoffe, daß er es ſei mit der Perſon, die er geheirathet hat. Mit mir hätte er vielleicht Reue, Langweile empfunden.. ich konnte ihm nur den Mangel anbieten, ſoll ich ihm gram ſein, daß er den Reichthum vorzog? O nein, ich ſchwöre euch, daß ich keinen Groll gegen ihn habe; ich bin nicht unglücklich, da ich nie ehrgeizig war und echte Freunde beſitze. Aber ich muß euch um eine Gefälligkeit bitten.. daß niemals von meinem Vetter die Rede mehr ſei; wahrſcheinlich werden wir ihn nicht mehr ſehen.. Wohlan! ich werde ihn zu ver⸗ geſſen ſuchen und die Vergangenheit ſoll ein leeres Traumbild für mich ſein.

Man verſprach Conſtanzen, ihr zu gehorchen. Je⸗ des bewunderte den Muth, die Ergebung der Jung⸗ frau; aber man theilte ihre Parteilichkeit für Edmund, deſſen Betragen unentſchuldbar ſchien, nicht. Der rechtſchaffene Pauſe tadelte, Ginguet verachtete und Pelagie verfluchte ihn.

Inzwiſchen hatte Edmund geheirathet und fand ſich im Schvoße der Familie Bringueſingue leben. In den erſten Tagen hatte er, noch ganz betäubt von dem Vorgegangenen und dem neugeknüpften Bande, ſeinen Umgebungen wenig Aufmerkſamkeit geſchenkt; aber nach Beruhigung ſeiner Geiſter begann Edmund zu überlegen und die Perſonen, mit denen er lebte, zu prüfen.