Teil eines Werkes 
2. Th. (1845)
Entstehung
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Du verfluchſt ihn nicht?... Ha! Du biſt zu gut.. hundert Mal zu gut. Dieſe Männer... da, liebet ſie nur. O! aber ich. ich will Dich niemals ver⸗ laſſen, verabſäumen; ich werde Dich tröſten, werde mich niemals verheirathen, um mich nicht von Dir zu trennen, um Dir Alles zu erſetzen.

So redend umarmte und küßte Pelagie Conſtanze; ſie weinte, ſie drückte ſie in ihre Arme, und Dieſe, welche ihre Thränen lange zurückgehalten hatte, war ihrer Freundin an den Buſen geſunken und fühlte ſich ein wenig erleichtert, indem ſie ihrem Schmerz freien Lauf gewährte; denn obwohl ſie dieſes Ereigniß, das ſie ſelbſt eingeleitet, erwartet hatte, beſaß Conſtanze doch die Kraft nicht, ohne Rührung zu erfahren, daß das Opfer vollendet, vaß ihr Vetter auf immer für ſie verloren ſei.

Herr Pauſe redete Nichts, aber er war tief be⸗ wegt und fühlte den Schmerz ſeiner Gicht nicht mehr. Herr Ginguet weinte und murmelte, die Augen wi⸗ ſchend, zwiſchen den Zähnen:Weil ein Mann ſich ſchlecht beträgt, ſo folgt daraus nicht, daß man ſie alle in Bauſch und Bogen verabſcheuen muß.. und gar vollends zu ſchwören, daß man ſich nie verhei⸗ rathen wolle. Das iſt mir ein ſchöner Troſt.

Abermals war es Conſtanze, welche Alle tröſten mußte; ſie hatte ihren Schmerz bewältigt und ſchien reſignirt, indem ſie ſprach:Aber warum denn mich ſo beklagen? O, ich verſichere euch, daß ich mich ſchon lange auf Aehnliches gefaßt hielt. Ich habe ſtets nur einen einzigen Wunſch gehegt; den, daß mein Vetter