Teil eines Werkes 
2. Th. (1845)
Entstehung
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haben Sie unterwegs gleichfalls das Zipperlein be⸗ kommen?

Nein, mein Herr, nein... O, ich möchte lieber das Zipperlein haben.. ich möchte lieber ich weiß nicht was haben!...

Sind Sie Ihrer Anftellung beraubt worden? fragte ihn Conſtanze.

Nein, mein Fräulein, im Gegentheil habe ich Hoffnung, bald Zulage zu erhalten... auf zwölfhun⸗ dert Franken geſetzt zu werden.. meine Chefs ſind ſehr zufrieden mit mir.

Warum ſehen Sie denn ſo verſtört drein? fragte Pelagie, ohne die Zeichen zu bemerken, die ihr Gin⸗ guet hinter dem Rücken Conſtanzens machte.

Ach, weil ich eben eine Neuigkeit erfuhr... etwas ſo Abſcheuliches, Unwürdiges! Nach Dem, was er mir ſonſt ſagte, hätte ich ihn nimmermehr einer ſolchen Handlung fähig gehalten... Im Gan⸗ zen muß Fräulein Conſtanze es doch einmal erfahren.

Ich! ſagte Conſtanze, ihre Augen nach dem jungen Angeſtellten aufſchlagend, während Pelagie, welche zu ahnen begann, wovon es ſich handle, Gin⸗ guet zu ſchweigen winkte. Aber Dieſer war außer ſich vor Erbitterung und konnte nicht mehr an ſich halten; er rannte im Zimmer auf und ab und ſchlug mit der Fauſt auf alle Möbeln, indem er wieder⸗ holte:Ja, es iſt abſcheulich.. iſt ein eines Ehren⸗ mannes unwürdiges Benehmen. entweder hat man Verbindlichkeit oder hat keine. im erſtern Fall muß man ſie reſpektiren. Man muß nicht mit der Liebe