Teil eines Werkes 
2. Th. (1845)
Entstehung
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Soll ich ſie auf dem Boden ſuchen, Fräulein?

Ah! halten Sie, da iſt ſie. Wie dumm ich bin! Sie lag neben meiner Arbeit.

»Unzählige phantaſtiſche Bilder, welche jeden An⸗ dern in Schrecken verſetzt hätten, als den edeln und heldenhaften Ritter, deſſen...«

Halt.. jetzt fehlt mein Nadelbüchschen! Mein

Gott, was habe ich für Unſtern heute Abend! Ich muß es ſogleich wiederfinden, mein kleines elfen⸗ beinernes Nadelbüchschen: man könnte es zertreten, und es iſt eines der ſeltenen Geſchenke meines Onkels. Ah! da iſt es, es lag auf meinem Schooß! Gut denn, leſen Sie doch weiter, Herr Ginguet! Sie hören ja jeden Augenblick auf; wie ſoll man da ver⸗ ſtehen, was Sie leſen!

Als den edeln und heldenhaften Ritter, deſſen Furchtloſigkeit ſich niemals verleugnet hatte. Der junge Adhemar jedoch zog ſein Schwert aus der Scheide...

Ach, wie einfältig! Wenn er ſeinen Säbel zieht, ſo verſteht es ſich von ſelbſt, daß derſelbe aus der Scheide kommt; das machen Sie dazu, Herr Gin⸗ guet.

Nein, mein Fräulein, ich mache nichts dazuz Sie können ſich ſelbſt überzeugen.

Das iſt unnöthig; nur weiter.

Aus der Scheide und ging ohne Zaudern durch die düſtern Gewölbe der alten Kapelle hinein, indem er die von Alter zuſammengeſchrumpften Thüren unter ſeinen Füßen ſeufzen machte.