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waltige Ademar ihren Wohnſitz in der Kapelle auf⸗ geſchlagen haben!“
„Ich will es noch einmal leſen, mein Fräulein:
„Welche die Raben, die Nachteulen und die Schu⸗ hu's zu ihrem Aufenthalt gewählt hatten... Punk⸗ tum. Der gewaltige Ademar fürchtete ſich nicht, um Mitternacht in die Ruinen einzudringen...«
„Sie hätten dazu den Muth nicht gehabt... Sie, Herr Ginguet.“
„Und warum denn nicht, mein Fräulein?“
„Weil ich Sie für ein wenig feige halte.“
„Mein Fräulein, ich bin allerdings kein Eiſen⸗ freſſer, kein verbranntes Gehirn; aber Sie dürfen mir glauben, daß ich, wenn es ſich um Ihre Ver⸗ theidigung um dringende Beſchützung Ihrer Perſon handelte, keine Gefahr ſcheuen würde.“
„Einſtweilen aber muß man Ihnen auf der Stiege leuchten, wenn Sie Ihren Wachsſtock vergeſſen haben.“
„Weil die Treppe im erſten Stock dergeſtalt ge⸗ wichst und geglättet iſt, daß ich immer zu fallen fürchte.“
„Ah prächtig! Alſo wenn man pell ſieht, iſt es weniger glitſchig! Ei, ei, ei! doch fahren Sie fort.“
„Mitten in die Ruinen um Mitternacht. Der Mond ſtrahlte eben in ſeinem ganzen Feuer und der Widerſchein bildete in dem Wald unzählige phan⸗ taſtiſche Bilder, welche...«
„Wo iſt denn meine Nadel hingekommen? Ich hatte ſie kaum noch in der Hand; es iſt eine ächt esliſhe⸗ auf die ich ſehr viel halte.“
„
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