Teil eines Werkes 
1. Th. (1845)
Entstehung
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Was ſoll der brave Mann, der kein Geld mehr hat, in der Stadt, wo man es ſo ſchnell ausgibt, anfangen? Jeden Tag wächst ſeine Unruhe darüber, daß er von ſeiner Frau keine Nachrichten hat.

Endlich nimmt er ſich ein Herz und redet ſelbſt mit dem Thürhüter des Hauſes, in welchem ſein Kaufmann angeblich wohnen ſoll, und der Thürhüter lacht endlich dem armen Teufel in's Geſicht, indem er antwortet:Alle Wetter! iſt es denn wirklich wahr, daß Sie nicht wiſſen, daß Sie in Paris ſind? In dieſem Falle dauert der Spaß doch ein wenig lang.

In Paris! ruft der Fremde aus.Was ſagen Sie mir da? Wie! ich bin nicht in Bordeaur?

Sie ſind ſogar ziemlich weit davon weg.

Aber dieſer Herr Desbuiſſons?

Den habe ich niemals gekannt; Ihr Freund hieß mich Ihnen ſo antworten, wie ich gethan.

Der arme Mann ſchlug ſich vor die Stirne; er rannte wie ein Aberwitziger in den Straßen umher, hielt mehrere Vorübergehende an und fragte ſie, ob er wirklich in Paris ſei; dieſe wurden zornig, da ſie glaubten, der Navarreſe halte ſie zum Beſten.

Er kehrte in ſein Gaſthaus zurück und hier er⸗ fuhr er endlich die ganze Wahrheit; man hatte ihn unaufhörlich für ſeine Rechnung zum Beſten gehabt.

Der Unglückliche befand ſich ohne Geld, ohne Hilfsquellen, von ſeiner Familie entfernt. Die Ver⸗ zweiflung bemächtigte ſich ſeiner; er in eine ſchwere Krankheit.