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Muſiker: die Krämerin erholt ſich Abends von ihren Arbeiten mit ihrer Guitarre; der Schiffer wie der Vornehme, die Bäuerin wie die Stadtdame vereini⸗ gen ihre Stimme mit den dieſem Inſtrumente ent⸗ lockten Lauten.“
„Sonach ſcheint es,daß Jedermann Guitarre ſpielt.“
„Und die Italienerinnen ſingen mit einer Ruhe, welche einen reizenden Contraſt zu dem Feuer ihrer Augen bildet.“
„Gewiß, mein Herr, ich kehre heim und mache wieder Hoſen.“
Auguſt verließ Bertrand und ging in der Um⸗ gebung der Stadt ſpazieren. Unter dieſem ſchönen Himmelsſtrich bot die Jahreszeit bereits ihr ſaftiges Grün; Geſträuche, lieblich duftende Gehölze, welche der Italiener mit gleichgültiger Gewohnheit betrach⸗ tet, die aber die Bewunderung des Fremden erregen⸗ der zum erſten Mal dieſen ſchönen Himmel, dieſe berr⸗ liche Landſchaft und die köſtliche Wohlgerüche ver⸗ breitenden Orangenhaine ſieht, prangten überall.
An einem heitern Orte muß Alles Luſt und Freude einflößen; Italiens Klima ſcheint das der Liebe zu ſein. Der Anblick einer verwilderten Landſchaft, einer vürftigen und unfruchtbaren Natur flimmt das Ge⸗ müth zur Traurigkeit, zum Trübſinn; der eines fri⸗ ſchen Gehölzes, eines von Blumenſträuchen durch⸗ wundenen Thales macht unſer Herz mit ſüßeren Ge⸗
fühlen ſchlagen und erzeugt nur Gedanken der Luſt
und Liebe. Auguſt, der zur Steigerung ſeiner Einbildungs⸗


