„Sage doch, Deniſe,“ rief Mutter Fourch aus, „wenn dieſer Herr jetzt arm iſt, ſollten wir ihm nicht zurückgeben, was er für Coco dagelaſſen hat? Wie ſchade, daß das Häuschen jetzt gebaut iſt.“
„Madame Fvourey, was geſchenkt iſt, iſt geſchenkt,“ ſagte Virginie,„von dieſem Grundſatz bin ich noch nie abgewichen. Man muß nie anfangen, was man geſchenkt bekommen hat, zurückzugeben.“
„Ach! wenn ich Alles hätte, was ich Theodor
eſenkt habe!“
„Es iſt dieß der Mann meiner Verwandten... ſie hat ihn zwei Mal mit den Maſern angeſteckt und Sie begreifen, daß ſie nicht erfreut ſein würde, ſie wieder von ihm zu bekommen gib mir zu trin⸗ ken, Semiramis.“
Deniſe miſchte ſich nicht mehr in das Geſpräch: ſie träumte und war ganz mit dem beſchäftigt, was
ſie über den jungen Mann von Paris gehört; die beiden Damen, welche ſich gut an der Tafel befan⸗ den, plauderten um die Wette; Mutter Fourcy ſperrte Augen und Ohren auf, da ſie nicht immer die ſchö⸗
nen Dinge verſtand, die dieſe Damen ihr erzählten;
da man ihr aber keine Zeit ließ, ein Wort anzu⸗ bringen, ſo konnte ſie nichts Anderes thun als ſtau⸗ nen. Die Damen ſaßen ſchon ziemlich lang bei Tiſche und Mutter Fourch, die ſich zwiſchen ihnen befand, drehte voll Verwunderung den Kopf bald rechts, bald links; Deniſe hatte das Zimmer unbe⸗ merkt verlaſſen: der armen Kleinen war es ſchwer um's Herz, ſie glaubte Auguſt unglücklich, deßhalb


