Teil eines Werkes 
5. Th. (1845)
Entstehung
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mußte ſie ihren Thränen freien Lauf laſſen und dieſe wollte ſie vor den Damen verbergen; Coco, der im Hofe ſpielte, ſah ſie bei ſich vorübergehen.

Das Kind gewahrte den Kummer des jungen Mädchens: es verließ ſein Jakobinchen, um zu De⸗ niſe zu ſpringen.Was haſt Du denn, Denischen?

Du weißt nicht, Coco, daß Dein guter Freund⸗ der, welcher Dir ſo Vieles gab, jetzt arm, unglück⸗ lich iſt vielleicht.

Mein Denischen, man muß ihm wieder Eier und Kuchen bringen; das wird ihn freuen, wenn er arm iſt. Als ich noch mit Großmama in unſerer Hütte war, war ich ſo vergnügt, wenn Du mir Weißbrod brachteſt. ich damals nicht oft Weiß⸗ brod.

Deniſe küßte Coco: die Worte des Kindes erreg⸗ ten eine geheime Hoffnung in ihr. Sie wiſchte ihre Thränen ab und kehrte in die Stube zurück, wo ſich die Geſellſchaft eben durch die Ankunft eines Dorf⸗ bewohners, des alten Schulmeiſters, vermehrt hatte, welcher Mutter Fourcy zu beſuchen kam, und beim Anblick der beiden Pariſer Damen faſt eine Com⸗ mode umwarf, um eine ſchönere Verbeugung zu machen, während Virginie Cäſarinen anſah, welche ihren Kopf in ihrer Serviette verbarg, um dem Neu⸗ angekommenen, deſſen Geſicht genau an die komi⸗ ſchen Masken, die man im Carneval verkauft, er⸗ innerte, nicht in's Geſicht zu lachen.

Guten Tag, Nachbar Manflard, ſagte Mutter Fourch zu dem alten Schulmeiſter.