Teil eines Werkes 
2. Th. (1845)
Entstehung
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hatte ſich ſchon frühe, noch vor dem Erwachen ihres Mannes, erhoben; ihr Schlaf war ſchlecht geweſen, tauſend Gedanken jagten ihr durch das Hirn; der vornehmlichſte war aber immer das Verlangen, zu

Die Modedame, ſo leicht an Kopf als an Herz.

gefallen, zu glänzen; um dieſe Angel drehten ſich alle ihre andern Gefühle, wie Planeten um ihren

Fixſtern.

Was Herrn von Thomaſſiniére betrifft, ſo hatte er nur einen Traum gehabt und in den Gebilden deſſelben ſich als Grundherrn eines Departements geſehen mit drei Kreuzen, mit Band und Stern ge⸗

ſchmückt, und war nur noch reicher, noch eigenliebiger,

noch übermüthiger als je zuvor geworden. Dann aber hatte er ſich plötzlich wieder in der Kneipe zum gelehrten Eſel als Kellner für die Bauern ge⸗ funden, die ihn gar kavaliermäßig behandelten. So ein Teufelstraum bekümmert ſich doch um gar nichts! Er ſetzt euch die mächtigſten Männer ab und be⸗ wirkt ſeltſame Umwälzungen; aus einem König macht er einen Hirten und erhebt zuweilen den Taglöhner auf den Thron; er vermengt den hochgeborenen Herrn mit den gemeinſten Bürgern; einen Miniſter ver⸗ wandelt er in einen armen Wicht ohne Brod, ohne Arbeit, ohne Mittel, der in einer Dachkammer Hun⸗ gers ſtirbt; den Banquier geſtaltet er zum Laden⸗ diener um, welcher für einen Thaler täglich vierzehn Stunden arbeitet; den Poeten, der ſeine Feder ver⸗ kauft, in einen Taſchenſpieler, der ſeinen Hokus Po⸗

kus vor einer ihn mit Verachtung bezahlenden Ge⸗