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hund ſchickten, den ſie verloren hatte und den ich vor unſerer Thüre liegend fand.“
„Du meinſt die Leonie?“
„Nein, die Frau St. Edmond.“
„Leonie St. Edmond, iſt eins und daſſelb 4
„Ah ſo, mein Lieutenant.“
„Beiläufig geſagt, Bertrand, daß ich dieſe Be kanntſchaft machte, daran biſt Du ſchuld.“
„Oder vielmehr der Spitzer, mein Lieutenant.“
„Leonie wohnte in dem gleichen Hauſe mit mir und ich kannte ſie nicht.“
„Zum Henker, mein Lieutenant, kennt man denn in Paris ſeine Nachbarn? Darum bekümmern ſich nur Portiers und Köchinnen.“
„Kurz, Du findeſt dieſen Spitzer, ich heiße Dich den Portier fragen, ob Jemand vom Hauſe ihn ſucht...“
„Und man antwortet mir, daß im dritten Stock eine junge Dame wohnt, die aus Kummer über den Verluſt ihres Hundes die ganze Nacht kein Auge zu⸗ gethan hat, und daß ihre Kammerjungfer, nachdem ſie das Haus von der Bühne bis zum Keller durch⸗ ſucht, in einem öffentlichen Anſchlag dreißig Franken für den redlichen Finder des kleinen Thieres aus⸗ ſetzte. Ich geſtehe, mir fiel es nicht ein, daß der Spitzer, der nichts als beißen und knurren konnte, vier Monate Sold eines Soldaten werth wäre, den⸗ noch ſtieg ich eiligſt die Treppe zum dritten Stock hinauf, ließ die Anſchläge abnehmen und gab das
kleine Thier zurück, welches, kaum bei ſeiner Herr⸗
ſchaft wieder eingeſtellt, ſogleich einen blauſammtnen


